Archiv für August, 2009

Polen beliebtestes Land für Busreisen

Das Nachbarland Polen gehört zu den beliebtesten Zielen für deutsche Busreisende. Darauf verwies Jan Wawrzyniak, der Direktor des Polnischen Fremdenverkehrsamtes. Nach Angaben des Branchenverbandes RDA nutzten im Jahr 2008 fast 400.000 Deutsche den Reisebus für längere Urlaubsfahrten nach Polen. In der Statistik der beliebtesten Bus-Reiseziele im Ausland habe Polen damit 2008 erneut den dritten Platz nach Italien und Österreich belegt, betonte Wawrzyniak anlässlich des RDA-Workshops. Die Fachmesse der Bustouristik wird vom 4. bis 6. August in den Kölner Messehallen veranstaltet.

Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr fast sechs Millionen Deutsche den Bus für eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen. Knapp sieben Prozent von ihnen wählten ein Urlaubsziel in Polen. „Der Reisebus hat für den Tourismus nach Polen nach wie vor eine herausragende Bedeutung“, betonte Verkehrsamtschef Jan Wawrzyniak. „Bei längeren Reisen nach Polen nutzten im vergangenen Jahr mehr als 30 Prozent der Deutschen den Reisebus, hingegen nur 4,6 Prozent das Flugzeug.“ Mehr als 60 Prozent der Reisenden nutzten für längere Polen-Reisen den eigenen Pkw. Insgesamt zählte Polen im vergangenen Jahr rund fünf Millionen deutsche Gäste mit mindestens einer Übernachtung.

Zur Busreise-Messe in Köln gab sich der Direktor des Polnischen Fremdenverkehrsamtes optimistisch: „Im Jahr 2008 haben wir trotz eines sehr ungünstigen Złoty-Kurses unseren Marktanteil gehalten. In diesem Jahr liegt der Kurs des Złoty um fast 40 Prozent niedriger, dadurch sind Reisen nach Polen für die Deutschen sehr viel preiswerter geworden. Deshalb erhoffen wir trotz der weltweiten Rezession auch weiterhin gute Ergebnisse.“ Dabei sollen auch einige spektakuläre Jubiläen helfen. So feiert Polen 2010 den 200. Geburtstag seines musikalischen Wunderkindes Fryderyk Chopin mit zahlreichen Veranstaltungen und Festivals. Außerdem wird der Oberlandkanal, eine der größten Touristenattraktionen in Masuren, 150 Jahre alt. Außerdem wird 2010 der 750. Jahrestag des Dominikanermarktes in Gdańsk (Danzig) gefeiert, eines der größten Volksfeste in Polen. (FVA Polen)
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Deutschland und Polen werben gemeinsam

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) und die Polnische Organisation für Tourismus (POT) haben ihre Zusammenarbeit intensiviert: Bereits im März dieses Jahres hatten Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, und Rafał Szmytke, Präsident der POT, im Rahmen der Internationalen Tourismus- Börse in Berlin einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet, der jetzt umgesetzt wird.


Insbesondere wird die Kooperation zwischen den grenznahen Regionen intensiviert, um sie touristisch beispielsweise durch neue grenzüberschreitende Projekte weiter zu entwickeln und ihre Bekanntheit sowie das positive Image weltweit zu fördern. Die Vermarktung erfolgt über verstärkte Werbung im deutschen und polnischen Markt sowie mittels einer engen Zusammenarbeit in den Auslandsmärkten, zum Beispiel durch die gemeinsame Teilnahme an Messen und Roadshows. So produziert die DZT derzeit bereits den fünften Werbefilm, der deutsch-polnische Destinationen in beiden Ländern vermarktet.


Um das Marketing weiter zu verfeinern, neue Zielgruppen zu identifizieren und das touristische Angebot auf die Bedürfnisse der Reisenden auszurichten, tauschen die Vertragspartner relevante Marktforschungsdaten aus. Darüber hinaus unterstützt das „Nationale Tourist Board“ Deutschlands die POT bei den Vorbereitungen für die UEFA EURO 2012, die in Polen und in der Ukraine ausgetragen wird. Ein anderer Schwerpunkt sind die Städte- und Kulturreisen mit der Vermarktung der 45 UNESCOWelterbestätten in Deutschland und Polen.


„Durch die vertraglich geregelte Kooperation haben die Länder Polen und Deutschland die Vorreiterrolle im europäischen Markt bei der Umsetzung neuer touristischer Strategien und Verbünde übernommen. Damit fördern wir nicht nur den Gedanken eines vereinigten Europas, sondern stärken auch unsere Position im härter werdenden Wettbewerb der touristischen Destinationen“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT.
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